Das Jahr 2006 für den Südtiroler Speck ggA
Die Fakten:Derzeit produzieren in Südtirol 29 Unternehmen Südtiroler Speck ggA, davon sind zum heutigen Stand 20 Hersteller Mitglieder im Consortium Südtiroler Speck. Die Gesamtproduktion der Hersteller konnte im Jahr 2006 auf 5,5 Millionen Hammen gesteigert werden. Dies bedeutet einen Zuwachs von 9,5% gegenüber dem Vorjahr. In den letzten 10 Jahren konnte die Gesamtproduktion damit mehr als verdoppelt werden.
Der Anteil von Markenspeck an der Gesamtproduktion betrug im vergangenen Jahr 39% (2,2 Millionen Hammen, -10% gegenüber 2005)Betrachtet man die Verteilung nach Verpackungsart, stellt man fest, dass der Südtiroler Speck ggA immer mehr den modernen Konsumgewohnheiten entgegenkommt: die Fächerware (geschnittene Ware in Schalen) wuchs mit über 12,8 Millionen Stück um mehr als 11% und erreichte damit 2006 einen Anteil von fast 15% an der Markenspeckproduktion. Damit hat sich der Anteil seit 2000 fast vervierfacht. Spitzenreiter blieben auch 2005 die vakuumiert abgepackten Stücke mit einem Anteil von 46% an der Markenspeckproduktion. Dies kann als Beleg dafür gewertet werden, dass der Speck mit Erfolg Einzug in die modernen Verkaufskanäle gehalten hat.
Um die hohe Qualität des Südtiroler Specks ggA zu sichern, wurden wiederum intensive Kontrollen bei den Herstellern durchgeführt: bei 1.531 Kontrollbesuchen in den Produktionsbetrieben wurden insgesamt 669.692 Hammen Speck durch das unabhängige Kontrollinsitut INEQ kontrolliert. Dies entspricht einer Steigerung der Kontrollintensität von rund 5%. Auf der Kostenseite bedeuten die unabhänigen Kontrollen eine erhebliche Investition von 15 Cent pro Hamme. Ein Fünftel der gesamten Kontrollkosten werden für die – bei der ggA nicht zwingend vorgeschriebene, vom Consortium Südtiroler Speck jedoch vorgesehene – Rohstoffprüfung ausgegeben. Mehr als 31% der Markenspeckproduktion gingen 2005 in den Export. Gerade im Ausland kommt fast ausschließlich Speck mit der geschützten geografischen Angabe „Südtirol“ auf den Markt: rund 90% des exportierten Specks sind Südtiroler Markenspeck ggA.
Führender Exportmarkt war auch im Vorjahr Deutschland mit einem Anteil von knapp 27% der Gesamtproduktion. Insgesamt wurden fast 3.000 Tonnen Südtiroler Speck ggA nach Deutschland exportiert, womit dieser unangefochten der Importrohschinken Nummer 1 ist.
Eine sehr starke Entwicklung war auch auf den Märkten außerhalb der EU-Grenzen zu verzeichnen: in den Überseemärkten und den sogenannten EU-Drittländer ist der Export seit 2003 um über 200% gestiegen.