Blinddegustation in Deutschland bringt Spitzenergebnis für Südtiroler Speck
Mit Bewertungen von über 5 im Vergleich zu 4,5 bzw. 4,4 für die nächstgereihten Schinken aus Parma und dem Schwarzwald haben hundert Testpersonen in einer Blindverkostung eindeutig den Südtiroler Speck ggA als den besten ausgewählt. „Man muß berücksichtigen, dass hierbei die Verkostungsprodukte nicht speziell für die Verkostung vom Hersteller bereitgestellt werden, sondern nach wissenschaftlichen Vorgaben auch jenes Produkt verkostet wird, welches dem Konsumenten im Handel auch tatsächlich angeboten wird“, sagt Franz Mitterrutzner vom Consortium, welches die Erhebung gemeinsam mit dem Wifi der Handelskammer Bozen und dem italienischen Institut für Außenhandel ICE in Auftrag gegeben hat. Umso größer das Kompliment an die Markenspeckhersteller, von denen diese Produkte produziert wurden. Um einen objektiven Vergleich sicherzustellen, hat man vorort in Hamburg, München, Dortmund und Dresden gekaufte, vorgeschnittene und mit jeweils gleicher Technik verpackte Produkte verwendet. Eigens oder von der Testperson selbst aufgeschnittener Schinken hätten die Ergebnisse verfälschen können. Die Testpersonen wurden nach soziodemographischen Kriterien im Hinblick auf das Untersuchungsergebnis gezielt bezüglich der deutschen Gesamtbevölkerung über 14 Jahren ausgewählt.Vom 6. bis zum 13. Oktober wurden anhand eines speziellen Vorbefragungsbogens 100 Testpersonen in die eigens dafür eingerichteten Teststudios geholt und 30 bis 40 Minuten lang über Südtiroler Speck und in gleicher Art und Weise auch über seine weiteren wichtigsten Mitbewerber Serrano und Ardenner Schinken befragt. Hierbei ergab sich auch im Preis - Leistungsverhältnis die Spitzenposition für den sogenannten Markenspeck aus Südtirol. Dies bedeutet unter anderem, dass in Zukunft alle Einflußfaktoren auf eine noch höhere Positionierung dieser Spezialität ausgerichtet werden können. Neben wichtigen Hinweisen für die zukünftigen Strategien, liefert diese Marktforschung eindrucksvoll die Begründung warum „der Südtiroler“ laut Daten des Bundesverbandes der deutschen Fleischwirtschaft mit ca. 3.150 t Importrohschinken Nummer 1 in Deutschland, vor Parma Schinken mit 1.950 t ist.
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Dezember 05