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Pilotprojekt für neues Qualitätskonzept Südtiroler Bauernspeck gestartetObwohl in der Speckverordnung des Landes bereits seit den Siebzigerjahren die Verwendung der Bezeichnung Südtiroler Speck mit dem Zusatz „Bauern“ ausschließlich auf die Verarbeitung von Südtiroler Schweinen beschränkt ist, hat sich nie ein entsprechendes, kontinuierliches Angebot für dieses Produkt entwickelt.Mit einer neuen Fleischqualität für besonders mürben und fetteren Speck, der insbesondere auf eine kleine Zielgruppe von Feinschmeckern mit besonderen Ansprüchen zugeschnitten ist, will das Assessorat für Landwirtschaft gemeinsam mit dem Verband Südtiroler Kleintierzüchter und dem Consortium Südtiroler Speck ein kontinuierlich verfügbares, wenn auch mengenmäßig sehr begrenztes Angebot an Südtiroler Bauernspeck ausschließlich von Südtiroler Schweinen von besonderer Qualität, bereitstellen. Während die Bezeichnung Bauernspeck alleine nicht schützbar ist, gelten - neben dem EU Schutz als geschützte geographische Angabe für jeden Speck, der den Namen Südtirol trägt - zusätzliche Bestimmungen auf Landesebene, sofern dieser geschützten geografischen Angabe der Zusatz „Bauern“ angefügt wird. Diese bisher bestehenden gesetzlichen Voraussetzungen wurden in einer neuen Rohstoffspezifikation mit besonderen Haltungsrichtlinien wesentlich detaillierter und auf hohem Qualitätsniveau mit der Zielsetzung neu formuliert, spezielles Schweinefleisch für die Speckherstellung zu liefern. "Es wäre schön, wenn es im Rahmen dieses Projektes gelänge, mit hervorragender, einheimischer Fleischqualität der Südtiroler Speckmacherkunst die Krone aufzusetzen! " so Franz Senfter, Präsident des Consortium Südtiroler Speck. „Das Projekt Südtiroler Bauernspeck ist ein weiterer Schritt hin zu einer Aufwertung der Qualitätsprodukte unserer Südtiroler Landwirtschaft. Einer Landwirtschaft, die beste Voraussetzungen für die Produktion von hochwertigen Lebensmitteln mitbringt: intakte Umwelt, kleine Familienbetriebe, traditionelle Bewirtschaftung. Der Südtiroler Bauernspeck kann eines der Aushängeschilder dieser Qualitätsproduktion werden, ein Vorzeigeprodukt für all jene, die auf Qualität und Ursprünglichkeit setzen“, so Landesrat Hans Berger. Für etwa 650 inzwischen im Rahmen des Pilotprojektes bei etwa 10 Südtiroler Bauern aufgestallte Schweine, die bereits der neuen Spezifikation entsprechen, haben Mitglieder des Consortiums Abnahme- und Preisgarantien übernommen. Für die Qualitätskontrollen bei den Bauern und den Herstellern wurde ein unabhängiges und lückenloses System entwickelt, welches entsprechende Aktivitäten des Landes und der vom Ministerium für die ggA Südtiroler Speck akkreditierten Kontrollstelle INEQ integriert. Der erste neue Südtiroler Bauernspeck für den nicht nur der Schlegel, sondern auch weitere Teilstücke wie Bauch, Schulter oder Karree verarbeitet werden, wird in den nächsten Wochen in den Eigengeschäften der Hersteller und wenigen weiteren ausgewählten Verkaufspunkten zu haben sein. Für Aufsehen in Fachkreisen und Rückenwind für das gesamte Projekt sorgte ein Produktmuster Südtiroler Bauernspeck bei der traditionellen Verkostung anläßlich des Geburtstages des Landeshauptmannes. Von 15 verkosteten Speckproben belegte er gleich den ersten Platz. |
