Speckfest in Villnöss

Erster Auftritt des Consortium Südtiroler Speck am japanischen Markt

Minister für Land- Nahrungsmittel und Forstwirtschaft Prof. Paolo De Castro mit japanischer Delegation am Stand Consortium Südtiroler Speck auf Foodex Tokyo 2007    
 
  Vom 13. bis zum 16. März 2007 war das Consortium Südtiroler Speck zum ersten Mal auf der wichtigsten Nahrungsmittelmesse des asiatisch-pazifischen Raumes vertreten. Auf der Messe waren 2.425 Aussteller mit 3.479 Ständen aus 64 verschiedenen Ländern; Italien ist dabei mit ca. 300 Ständen das wichtigste ausländische Ausstellerland. Japan importiert 70% seines Nahrungsmittelbedarfs, sodaß insbesondere für ausländische Aussteller die Foodex von besonderer Bedeutung ist. Bereits am ersten Tag der Messe wurde die letztjährige Besucherzahl des ersten Tages mit ca. 31.000 Besuchern übertroffen. Bei der Eröffnung war der Landwirtschaftsminister De Castro an der Spitze der größten ausländischen Delegation anwesend und hat dabei die Öffnung des japanischen Marktes u.a. auch für Äpfel und Birnen aus Italien angekündigt und vom Abschluss einer Vereinbarung zum gegenseitigen Schutz von Produkten mit geografischen Angaben berichtet.

Außerhalb von Europa ist für jedes hochwertige Nahrungsmittelprodukt neben den USA und Kanada, Japan als besonders kaufkräftiger Markt - mit für hohe Qualität aufgeschlossenen Konsumenten - nicht zu vernachlässigen. Insofern war es für das Consortium Südtiroler Speck nur eine Frage der Zeit, wann auch dieser Markt angegangen werden soll, dies ist nun mit dem ersten Auftritt auf der Foodex passiert. Die Messe dient natürlich dazu, das Produkt dem japanischen Publikum sowie dessen Besonderheiten wie Geschmack, die strengen Qualitätskontrollen eines EU-geschützten Produktes aber auch deren Herkunftsregion vorzustellen und natürlich auch zur Verkostung anzubieten. Bereits am ersten Tag der Messe wurden mehr als 1.000 Konsumenten am Stand verköstigt. Wichtig war aber auch insbesondere die Sammlung von Informationen, um auf deren Grundlage in den nächsten Monaten ein mittelfristiges Absatzförderungskonzept für die nächsten 3-5 Jahre zu erstellen. Wesentliche Rolle werden hierbei die ca. 3.000 italienischen Restaurants in Japan spielen, in denen die italienischen Produkte – angepasst an japanische Gaumen – den neuen Konsumenten schmackhaft gemacht werden können. Besonders wichtig war es neben dem Messeauftritt, auch den Südtiroler Speck in die verschiedenen Initiativen der italienischen Handelskammer in Tokyo, ICE (Italienisches Aussenhandelsinstitut), Buonitalia und der italienischen Botschaft, einzubauen. Allein im Projekt „Primavera italiana“ wird es in den nächsten Monaten insgesamt ca. 400 Verkostungstage in den Lebensmittelketten Itoyokado und Aeon in ganz Japan geben. Weitere Initiativen sind auch in den italienischen Restaurants mit Kochkursen durch den italienischen Spitzenkoch Gualtiero Marchesi geplant. Direkt beteiligt an diesen Initiativen werden die italienischen Regionen Toscana, Umbrien und Aosta sein.